Allgemein · Rezensionen · Romane

[Rezension] Alex T. Watney – Dunkle Tage / Blackout

47736851z

Buchdetails

Erscheinungsdatum Erstausgabe :23.02.2017

Aktuelle Ausgabe : 23.02.2017

Verlag : Books on Demand

ISBN: 9783743159150

sterne3

schnörkel

Zuerst einmal vielen lieben Dank an den Autor, der mir liebenswürdigerweise das Büchlein zur Verfügung gestellt hat!

Inhalt

Zoey Brooks lebt mit ihren Eltern in Lancaster, einem Ort in der Nähe von Boston, USA. Eines Tages erscheint, statt ihres Professors, der Autor McLaren in ihrer Vorlesung an der Uni und stellt Thesen über die Taktiken der Regierung auf, u.a. wird 9/11 thematisiert. Gleichzeitig will er sein neues Buch vorstellen. Wenig später verbringt Zoey den angefangenen Tag mit ihrer Mutter beim shoppen. Nachdem die Lampen der Geschäfte bereits zu flackern anfangen, erklärt die Regierung via Liveschaltung, dass sie den Strom im ganzen Land für einige Zeit ausschalten werden. Warum, wer daran beteiligt ist und was das ganze eigentlich soll, das erfährt man erst im späteren Verlauf.

Rezension

Die Grundidee ist nicht schlecht. Verschwörungstheorien gibt es viele und die Geschichte spielt mit einer davon. Leider werden zu viele Ansätze auf zu knapper Weise in den Raum geworfen, so dass man dem Sinn dahinter nicht ganz folgen kann. Auch gab es hin und wieder einige logische Unstimmigkeiten, bei denen ich nur die Augenbrauen hochziehen konnte. Zwar wird man am Ende aufgeklärt, aber auch das in sehr knappen Absätzen, so dass trotzdem ein Gefühl des Unverständnisses zurückbleibt.

Die Geschichte wirkt auf mich sehr konstruiert. Eine Terrorgruppe will die Regierung stürzen und schreckt nicht davor zurück, Leute zu ermorden. Und doch nimmt sich der Anführer Zeit, um einen Plausch mit einem unbedeutenden Mädchen zu halten, bevor er sie erschießen lassen will? Natürlich macht es einen gewissen Sinn, wenn man zum Ende des Buches gelangt, doch trotzdem litt darunter die Glaubwürdigkeit des Ganzen.

Das meines Erachtens nach größte Manko des Buches ist allerdings leider der sprachliche Stil. Ich habe mich privat ein wenig mit dem Autor ausgetauscht, so dass ich einen anderen Stil erwartet habe, als der, der dann in dem Buch entstand. Die Sprache ist wirklich sehr einfach gehalten und oftmals fühlte ich mich etwas an schulische Aufsätze erinnert. Auch die Dialoge waren hin und wieder etwas hölzern. Natürlich gibt es Leser, denen das nichts ausmacht, nur gehöre ich da scheinbar leider nicht dazu.

Fazit

Solide Grundidee, der es etwas an Raum mangelt, um im Kopf des Lesers wirklich Gestalt annehmen zu können. Außerdem ist der Schreibstil ausbaufähig, so dass man einen besseren Weg in die Geschichte hinein finden könnte. Ich lese gern Kurzgeschichten und weiß, dass sie sich eher knapp halten, aber die Idee hinter diesem Buch scheint mir besser für einen ausführlicheren Roman zu passen.

Bewertung: 3 / 5 Sterne ★★★

schnörkel

Advertisements

Du möchtest was sagen? Dann los!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s