Rezensionen · Romane

[Rezension] Thekla Kraußeneck – Cronos Cube

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Buchdetails

Erscheinungsdatum Erstausgabe :26.05.2017

Verlag : Liesmich

ISBN: 9783945491041

Buch 480 Seiten

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Zack stand in der Mitte einer Halle, die so groß war, dass er sie auf den ersten Blick gar nicht als Halle wahrnahm, sondern vielleicht als einen Platz in einer Großstadt bei Nacht. Im ersten Moment tat er nichts anderes als sich ungläubig umzusehen: Vielleicht war etwas beim Einloggen schiefgelaufen und er war gar nicht in Cronos, sondern eingeschlafen, und hierbei handelte es sich um einen Traum. (S. 162)

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Inhalt

Im Jahr 2030 ist die Welt nicht mehr so, wie wir sie kennen. Die Länder sind in Bundesstaaten aufgeteilt. Lachlan (Achtung: man spricht es Locklin aus) und Zack leben im Dublin der Zukunft, in der Luft surren Drohnen herum und ein jeder wird überwacht. Doch es gibt eine Parallelwelt, in die sich die Menschen einloggen können: Cronos – Das Gamer-Paradies schlechthin. Hier schaut man nicht auf Bildschirme, hält keine Controller in der Hand. Man ist fast physisch dabei. Doch Cronos bietet nicht nur Spielern Platz, sondern auch Rebellen, die sich der Kontrolle der Welt entziehen wollen, die hier geheime Pläne entwickeln.

Lachlan Abercromby, Sohn einer reichen Familie und im Herzen ein Rebell, soll entführt werden. Er und sein Freund Zack wissen davon und schmieden einen Plan, der dies verhindern soll. Doch wird es funktionieren? Und haben es die Entführer nur auf einen Sack voll Lösegeld abgesehen?

Rezension

Ein Abenteuer in nicht allzu ferner Zukunft liegt vor uns. Irland ist auf dem besten Weg ein Überwachungsstaat zu werden. Eine reale Dystopie.

Überwachung und Rebellion

Die Geschichte bringt viele Themen auf den Tisch. Eine neue Staatsform, eine interaktive Welt und eine zwielichtige Sekte. Die Überwachung der Menschen durch Drohnen, die jeden Schritt aufzeichnen, scheint gar nicht mal so weit hergeholt. Natürlich gibt es Menschen, die sich dagegen wehren, die eine Rebellion anzetteln wollen. Doch dazu brauchen sie Hilfe. Lachlan Abercromby, ein intelligenter junger Mann mit weitreichender Hacker-Erfahrung, soll für die Rebellion gewonnen werden. Wenn auch auf gefährlichen Umwegen. Denn zuerst muss das geheime Programm Erion gefunden werden – in Cronos.

Eine wundersame neue Welt

Die Welt, die der Cronos Cube zu bieten hat, wird farbenfroh geschildert. Als Leser hat man das dringende Bedürfnis, selbst ein Teil dieser Welt zu werden, sich in der Mystagoge klassifizieren zu lassen und mit anderen Recken die Welt zu entdecken. Doch Lachlan und Zack sind nicht zum Spielen hier. Eigentlich. Denn obwohl der Entführer damit droht, Lachlan umzubringen, sollten sie bei ihrer Suche scheitern, verbringen sie doch recht viel Zeit damit, sich mit den Grundzügen der Welt vertraut zu machen. Das fand ich etwas seltsam. Denn natürlich ist es für uns Leser spannend, diese Welt kennenzulernen, uns mit den Klassen der Kämpfer vertraut zu machen. Doch auch wenn man die Verantwortung abgibt und andere mit der Suche beauftragt, so nahmen die beiden die Situation doch recht gelassen hin. Auch, als sich die Umstände aufzuklären beginnen, fand ich einige Stellen zu glatt geschustert. Die Jagd nach dem Entführer ist spannend und rasant, doch vergeht eine quälend lange Zeit, in der einiges mehr hätte passieren müssen.

Fragen über Fragen

Auch über Emil, den Entführer, wurde ich nicht so recht schlau. Die Sekte, der er angehört, wird nur kurz erwähnt, ihre Absichten und Machenschaften bleiben im Dunkeln. Was wollen sie mit Erion, dem Programm, dem Lachlan und Zack so verzweifelt auf der Spur sind? Ich weiß es ehrlich gesagt immer noch nicht. Dieses Nichtwissen hat mein Frustrationslevel auch ab einem gewissen Zeitpunkt gehoben. Seite um Seite dachte ich: Jetzt muss des Rätsels Lösung kommen!

Doch das Ende ist sehr offen gehalten. Man hält viele lose Fäden in der Hand und schaut verwundert auf die letzte Seite. Zu Ende? Aber was ist mit .. ? Und wieso ist..? Ein kurzer Plausch mit der lieben Thekla Kraußeneck jedoch verspricht: Es wird einen zweiten Teil geben. So lehne ich mich also wieder ermutigt zurück und erwarte voll Spannung die weiteren Abenteuer. Hoffentlich werden die aufgeworfenen Fragen geklärt.

Fazit

Ein rasantes Abenteuer in naher Zukunft, dass viele spannende Themen behandelt. Hier und da noch etwas undurchsichtig, manche Handlungen nicht ganz nachvollziehbar, doch alles in allem recht rund. Die Sprache ist klar verständlich, auch ohne tieferes technisches Verständnis erhält der Leser einen tollen Einstieg in die Welt der Zukunft. Und besonders die Welt des Cronos Cube ist toll bebildert und lädt zum verweilen ein – und sicherlich nicht nur für hartgesottene Gaming-Freunde interessant.

PS: Schaut doch mal auf der Seite vom Cronos Cube vorbei, die ist wirklich zauberhaft!

 

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Vielen lieben Dank an Thekla Kraußeneck für die Plaudermomente und den Liesmich Verlag für das Rezensionsexemplar! 🙂

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2 Kommentare zu „[Rezension] Thekla Kraußeneck – Cronos Cube

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