Gedanken

Mein lieber Mr. Bennet!

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Da hätte ich ihn doch beinahe verschlafen. Ich! Als große Freundin der Austen’schen Literatur hätte beinahe ihren 200. Todestag verpasst, wäre der wunderbare Beitrag von Bella von Bellaswonderland nicht gewesen.

Am 18. Juli 1817 starb eine der talentiertesten Schriftstellerinnen im Alter von nur 41 Jahren. Ihre Romane sind seitdem weltweit ein Erfolg, sie werden immer wieder neu aufgelegt und verlieren nie ihren Reiz.

Menschen, die sich nicht mit der Gesellschaft, die Jane Austen in ihren Büchern erschafft, auseinandersetzen wollen, sehen vor allem eines: Liebesromane. Schnulziges Anbandeln zweier unverheirateter Menschen aus gutem Haus, welches in einer Heirat gipfeln soll. Doch dabei ist Jane Austen so viel mehr! Kaum ein Autor konnte die Gesellschaft der damaligen Zeit spitzfindiger portraitieren, mehr Zynismus in die Charaktere und ihre Handlungsweisen legen. Die Jagd auf die heiratsfähigen Männer ist natürlich der Bestandteil in fast allen Austen-Werken, aber der Weg dahin bietet die größten literarischen Genüsse.

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Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, daß ein Junggeselle im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringender braucht als eine Frau.

Jane Austen, Stolz und Vorurteil

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Ja, ich gebe es zu, ich schwebe in einem Schaummeer, wenn ich von Jane Austen rede, wenn ich an Elisabeth Bennet und Mr. Darcy denke, an Emma und Anne Elliot, an all die schnieken jungen Männer in den Büchern, die doch nicht frei von Fehl und Tadel sind. Aber auch die etwas unbekannteren Geschichte wie Sanditon oder die Watsons sind wunderbar, bestens geeignet um in einem Schaukelstuhl zu sitzen, einen Tee auf dem kleinen Abstelltisch daneben und sich in das ferne, frühe England des 18. / 19. Jahrhunderts zu begeben.

 

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Auch viele Verfilmungen können sich sehen lassen. BBC hat ein Händchen für solche Literaturverfilmungen. Meine liebste ist hier eindeutig Sense & Sensibility, ein 3-Teiler, der mich jedes Mal ab der Hälfte zum Taschentuch greifen lässt. Natürlich darf auch der Klassiker Stolz & Vorurteil nicht fehlen, wobei ich es leider immer noch nicht geschafft habe, mir die Verfilmung mit Colin Firth zu besorgen.

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Ich verlange von den Leuten nicht, daß sie mir angenehm sind, weil es mich vor dem Problem bewahrt, sie zu mögen.

Jane Austen

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Seid ihr vielleicht auch ein wenig verrückt nach Jane Austen?

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24 Kommentare zu „Mein lieber Mr. Bennet!

  1. Uh, liebe Gabriela, zum Glück weißt du, wie sehr ich deine Meinung und deine Schreibe schätze. Mit Jane Austen kann ich leider gar nichts anfangen, bereits seit Schulzeiten nicht.

    Da muss ich heute leider bei der Kontra-Fraktion sitzen, daran ändert leider auch dein wundervoller Artikel nichts. Tut mir leid, du verzeihst mir bestimmt…:D

    Ganz liebe Grüße
    Torsten

    Gefällt 2 Personen

    1. Hallo Torsten.

      Was genau gefällt Dir an J. Austen nicht? Ist es die Sprache, sind es die Geschichten oder etwas anderes?

      Würde mich interessieren da ich Probleme hab´ sie zu lesen und nicht weiß warum …

      Liebe Grüße,
      Thomas.

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      1. Hallo Thomas,

        Gerne 😊.
        Zu Jane Austen habe ich bereits in der Schulzeit kein Zugang gefunden. Mir war das immer zu emotionalisiert und zu sehr aus Frauensicht. Auch mag ich die Zeit nicht besonders. Die Filme fand ich auch… Neutral gesagt… Nicht meine Welt. Ich öffne ungern die „Genderschublade“, aber ich kenne nahezu keine männlichen Artgenossen, die Jane Austen lesenswert finden.

        So, bevor jetzt die Damen mit ihren Häubchen werfen, besteige ich besser mein Hochrad und fahre von dannen… 😊.

        LG Torsten

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      2. Oh, Herr Heinz, wie kannst du nur…! Meine armen Nerven! (Ja, das verstehen nur Austen-Fans korrekt ^^ )

        Nein, vielleicht fehlt dem einen oder anderen einfach das gewisse Gen, um zwischen einer Heiratsgeschichte den großen Rest herauszufiltern. Mir fehlt dieses Gen bei Romantasy der heutigen Zeit. So hat am Ende jeder seins, was er mag und was er mit Vorurteilen belädt und die Finger von lässt. 🙂

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      1. Da hast du natürlich recht. ^^ Aber es war eben ein sehr passender Zeitpunkt. Vielleicht sollte ich mir einen Kalender einrichten mit allen wichtigen Daten. Den Tag des Buches hatte ich auch schon verpasst. ^^

        Gefällt 1 Person

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