Fantasy · Rezensionen

[Rezension] Mara Lang – Almost A Fairy Tale – Verwunschen

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Buchdetails

Erscheinungsdatum Erstausgabe : 15.09.2017

Aktuelle Ausgabe : 15.09.2017

Verlag : Ueberreuter Verlag

ISBN: 9783764170684

Fester Einband 394 Seiten

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Sie brauchte sich nicht auf die Schwingungen zu konzentrieren und die Melodie nachzuahmen, sie hatte sie längst verinnerlicht. Sie zweigte mehrere Teile von der Hauptader ab, verdichtete sie und verwob sie zu einem Netz, das sie um die Schlange legte. (S.130)

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Inhalt

Die 17-jährige Natalie lebt in einer Welt, die Märchen und Moderne verbindet. Zwischen Tischlein-deck-Dich Fastfoodketten, Hexenstylings und Einhörnern im städtischen Zoo lebt sie ein relativ normales Leben. Frisch verliebt möchte sie den folgenden Tag mit Prinz Kilian verbringen, doch plötzlich geschehen Dinge, mit denen sie nie im  Leben gerechnet hätte. Als Mensch aufgewachsen, entdeckt sie plötzlich eine Magie in sich, die sie in Gefahren bringt, denn es gibt jemanden, der ihre Kraft ausnutzen will.

Ein Kampf der Unterdrückten bahnt sich an, ein Kampf zwischen Menschen und Magischen.

Rezension

Ein bezauberndes Cover, ein modernes Märchen – das schürt gewisse Erwartungen. Doch die Welt, in die uns Mara Lang hier entführt, ist gar nicht so märchenhaft, wie man denkt. Zwar gibt es immer wieder Anspielungen auf Märchen wie Cinderella, die Bremer Stadtmusikanten, die sieben Raben usw, aber es ist nicht, was die Geschichte vorangig ausmacht. Denn die Welt, die Mara lang schildert, ist ein modernes Deutschland, in dem vieles noch so ist wie heute, doch mitten unter uns leben sie: die Magischen. In Klassen von A bis E eingeteilt, werden sie geduldet, doch fühlen sich viele von ihnen unterdrückt. Als Natalie die Bannmagie in sich entdeckt, gerät sie auf den Schirm einer Hexe, die diese Unterdrückung der Magischen durchbrechen will – mit allen Mitteln.

Erzählt wird das Abenteuer in drei Perspektiven, die sich auch schon einmal mitten im Kapitel ändern können. Dabei bleibt der jeweilige Portagonist immer in der dritten Person, was uns als Leser einen weiten Einblick in das Geschehen bringt. Die Geschichte liest sich sehr flott, die Handlung stagniert selten. Hin und wieder hätte mir allerdings ein wenig Innehalten gut gefallen, denn mehr als einmal fand ich mich von einer Kampfszene in die nächste katapultiert, ohne zu wissen, wieso wir nun hier sind und wie wir hier hergekommen sind und WIESO eigentlich der Verletzte von gerade schon wieder vollauf genesen dabei ist. Dazwischen vergehen viele Tage, die ungesagt bleiben. Wochenlang passiert scheinbar nichts aufregendes, dann ist man schon wieder mitten im Geschehen.

Positiv aufgefallen ist mir vorallem, dass die junge Liebe zwischen Kilian und Natalie nicht der absolute Mittelpunkt der Geschichte ist. Die Charaktere sind gut ausbalanciert, schweben nicht die ganze Zeit nur auf Wolke 7, sondern lernen sich selbst und ihre Stärken erst einmal genauer kennen. Auch fand ich gut, dass die Handlung eben nicht gänzlich vorhersehbar war, dass es kein Aufatmen gab, wenn die Situation schon fast geklärt war. Mit dem düsteren, politisch angehauchten Thema tat ich mich entgegen einiger anderer Leser erstaunlich leicht, was vermutlich an meinem persönlichen Leseverhalten liegt, denn weichgespülte Romantacy war das Letzte, das ich mir hier erhofft hatte.

Zum Ende hin ging mir dann doch wieder einiges zu flott. Irgendwie kam es mir vor, als müsste nun unbedingt das Ende erreicht werden – leider nicht zu Gunsten der geschichtlichen Tiefe. Dennoch ist es ein wunderbares Abenteuer mit neuen Figuren, das mir einige tolle Lesestunden bescheren konnte.

Fazit

An manchen Stellen zu flott und weniger märchenhaft, als anfangs gedacht, aber ein tolles magisches Abenteuer. Ein Kampf zwischen vermeintlich Guten und vermeintlich Bösen, der sich langsam Bahn bricht. Auch wenn ich nicht alles toll fand, freue ich mich schon auf den zweiten Teil dieser Dilogie, die im Frühjahr 2018 erscheinen soll.

Bewertung im Detail

Idee ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Handlung ★★★☆☆ ( 3 / 5 )

Charaktere ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Sprache ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Emotionen ★★★☆☆ ( 3 / 5 )

= 3.6 ★★★★

weitere Stimmen

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3 Kommentare zu „[Rezension] Mara Lang – Almost A Fairy Tale – Verwunschen

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