Fantasy · Rezensionen

[Rezension] Michael Cunningham – Ein wilder Schwan

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Erscheinungsdatum Erstausgabe :13.11.2017   Verlag : Luchterhand

ISBN: 9783630874913   Fester Einband 160 Seiten

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Du sagst: „Meine Königin, du weißt, warum ich hier bin.“

Der König wirft seiner Frau einen missmutigen Blick zu. Seine Miene ist kein bisschen fragend: Die Möglichkeit ihrer Unschuld wird sogleich ausgeschlossen. Er fragt sich höchstens, was genau sie getan hat.

(S. 88 / Kleiner Mann)

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Inhalt

Die Märchen, die dieses Buch enthält, kennen wir alle. Rumpelstilzchen.  Schneewittchen. Rapunzel. Und einige mehr. Doch Cunningham erzählt sie in einer Art und Weise, wie sie plötzlich ganz anders erscheinen.

Rezension

Märchen haben ihren ganz eigenen Schimmer. Sie erwärmen unser Herz in den Wintermonaten, sie heben belehrend den Finger, sie zeigen uns Glück und Schrecken, Liebe und Leid.

Cunningham betrachtet diese altbekannten Geschichten nun einmal neu. Er nimmt ihnen den vertrauten Glanz, streift ihnen die geheimnisvollen Gewänder ab und legt die Geschichte neu und anders zu unseren Füßen. Wieso will Rumpelstilzchen denn eigentlich das Kind der schönen Müllerstochter? Wie fühlt sich die Hex im Wald, wenn garstige Kinder kommen und ihr die Bleibe über dem Kopf wegfuttern?

Die Märchen werden in die Gegenwart gezerrt, die Blickwinkel verändert. Nicht immer fand ich das gut, denn manchmal … ja, manchmal sollten Märchen einfach bleiben, was sie sind und wofür man sie liebt: fantastisch und märchenhaft.

Aber wenn man sich einmal auf den lakonischen Stil des Autors eingelassen hat, dann gibt es durchaus die ein oder andere Stelle zum Schmunzeln. Auch die Illustrationen, mit denen die Geschichten aufgelockert werden, tragen zu dem ein oder anderen Lächeln bei.

Fazit

Cunningham betrachtet alte Märchen aus einem neuen Blickwinkel heraus und holt ans Licht, was man vielleicht nie wissen wollte. Er nimmt ihnen damit allerdings auch den Zauber, den Märchen ausmacht.

Bewertung im Detail

Idee ★★★★★ ( 5 / 5 )

Handlung ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Charaktere ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Sprache ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Emotionen ★★★☆☆ ( 3 / 5 )

= 4.0 ★★★★

schnörkel


Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemlar geht an das Bloggerportal und den Luchterhand Verlang!

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9 Kommentare zu „[Rezension] Michael Cunningham – Ein wilder Schwan

  1. Hey du 🙂
    Uh, das ist ja mal wirklich eine hochinteressante Art und Weise, sich mit Märchen auseinander zu setzen!
    Ich weiß zwar nicht, ob ich bereit bin, mir so den Zauber der Märchen nehmen zu lassen, aber reizen tut mich das Buch auf jeden Fall 😀

    Liebe Grüße,
    Smarty

    Gefällt 1 Person

      1. Glaub ich dir sofort 🙂 In all ihrer Blutigkeit und Grausamkeit, meinst du 😀 Was mich von allen immer noch am meisten trifft, ist das Ende der kleinen Meerjungfrau. 😦 Aber ich liebe nun mal Happy Endings, weshalb das nicht verwunderlich ist 😉

        Liebe Grüße,
        Smarty

        Gefällt 1 Person

      2. Hach, da sagst du was … wie sie zu Meeresschaum wird … Da MUSS man ja weinen. Andererseits ist sie ja dadurch nicht gänzlich tot, Andersen hat da ja durchaus Platz für ein .. sagen wir … kleines Happy End gelassen. 🙂

        Gefällt mir

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