Krimi & Thriller · Rezensionen

[Rezension] Arne Dahl – Sieben Minus Eins

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Erscheinungsdatum: 01.08.2016   Verlag : Piper

ISBN: 9783492311816   Flexibler Einband 416 Seiten Genre: Krimi

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Er rappelt sich wieder auf. Der qualvolle Schrei ist nicht verstummt, und er kann sich nicht damit herausreden, dass er sich den Kopf gestoßen oder den Fuß verstaucht hat. Dann rennt er weg. Er flieht. So schnell ihn seine Beine tragen. Als er sich inmitten des brusthohen Grases befindet, bricht der Schrei abrupt ab.

(S. 190)

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Inhalt

Samuel Berger ist Polizist, ein sehr guter noch dazu. Doch der Fall der verschwundenen Ellen Savinger setzt ihm immer mehr zu. Wie schon andere 15jährige Mädchen in den letzten Jahren, verschwand auch Ellen auf merkwürdige Weise, vom Täter fehlt bislang jede Spur. Doch dann erreicht die Polizei ein Anruf einer besorgt klingenden Frau aus der Nachbarschaft und das Spiel um Zeit und Vergangenheit beginnt.

Rezension

Hin und wieder darf es bei mir auch ein Krimi sein, vorzugsweise einer aus den skandinavischen Ländern, denn diese sind von der Atmosphäre her immer ganz besonders. Auch Dahls Reihenauftakt Sieben Minus Eins kann mit der gewohnt trist-spannenden Schwedenstimmung aufwarten. Man fühlt sich sofort heimisch in diesem, von ständigen Regen aufgeschwemmten, Land.

Dahl beginnt seine neue Reihe um Kommissar Berger spannend, das Interesse an dem verlassenen Bootshaus, dem Tor zur Hölle, wie es genannt wird, ist sofort geweckt. Blutige Wände, versteckte Zahnräder und die allgegenwärtige Frage: Was passierte hier?

Als Berger unverhofft Hilfe von unerwarteter Stelle bekommt, begann ich die Protagonisten allmählich ins Herz zu schließen. Sie sind nicht die offensten Persönlichkeiten, teilweise vielleicht auch etwas flach und oberflächlich. Das fand ich aber gar nicht so störend, schließlich will ich einen Fall lösen und nicht endlos in den Gedanken der Ermittler kramen. Dazu ist später immer noch Zeit. Der Fall an sich ist verzwickt, entwickelte sich schon in der Jugend der beiden Ermittler und greift tiefer, als es anfangs den Anschein hat.

Und doch gab es auch hier wieder einige Momente, in denen ich nicht verstand, warum die Personen taten, was sie taten. Das habe ich zuweilen bei Krimis, dann habe ich das Gefühl an entscheidender Stelle geschlafen zu haben, dann kann ich nicht begreifen, was genau das entscheidende Puzzleteil ist, das mir fehlt. Auch wirkten manche Ereignisse konstruiert, aber wenn es spannend wird – und das wurde es definitiv – dann sehe ich auch darüber gern hinweg.

Schlussendlich gefiel mir der Fall insgesamt recht gut. Das Buch endet mit einem fiesen Cliffhanger, so dass ich schon auf Teil 2 gespannt bin. Hier soll man dann ja auch mehr zu den Ermittlern erfahren.

Fazit

Teils etwas konstruierter und undurchsichtiger, aber trotzdem mit viel Spannung versehener Krimi im makaber-schönen Schweden.

Bewertung im Detail

Idee ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Handlung ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Charaktere ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Sprache ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Emotionen ★★★☆☆ ( 3 / 5 )

= 3.8 ★★★★

schnörkel

 

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4 Kommentare zu „[Rezension] Arne Dahl – Sieben Minus Eins

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