Fantasy · Rezensionen

[Rezension] Nina Blazon – Der Winter der schwarzen Rosen

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Erscheinungsdatum Erstausgabe: 05.10.2015  Verlag : cbt

ISBN: 9783570311776  Flexibler Einband 544 Seiten  Genre: Fantasy

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Mein Schrei erstarb in meiner Kehle, als das Schwarz sich um mich schloss und mich einfach vom Boden riss. Wieder trudelte ich, gefangen diesmal in einem Kokon aus ledriger Haut, im Beutegriff eines Wesens, so schrecklich und dunkel wie der Tod.

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Inhalt

Liljann und Tajann sind Zwillinge, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Liljann, die Ältere, ist schüchtern und zurückgezogen, während Tajann ihr Leben endlich in die Hand nehmen will. Doch das kann sie erst, wenn Liljann endlich das väterliche Haus verlassen hat. Als sie den Junglord Janeik auf dem Roten Fest kennenlernt, steht für sie fest: Liljann muss hinaus in die Welt, damit der Weg frei ist. Tajann spinnt mit Hilfe des bärengroßen Volok einen Plan, bei dem viele leiden werden – allen voran ihre Schwester.

Rezension

Zugegeben, anfangs hatte ich mit der Geschichte so einige Probleme. Die ersten 100 Seiten lernt man die beiden Schwestern kennen, ihre Sehnsüchte und Ängste. Abwechselnd erzählt Tajann in der Gegenwart, Liljann in der Vergangenheit ab dem Zeitpunkt, an dem sie zum Roten Fest der Lady gerufen werden. Beide lernen hier geheimnisvolle Männer kennen und man gewinnt den Eindruck, dass sie die Liebe des Lebens gefunden haben. Wenn da nicht die äußeren Umstände wären. Liljann hat bereits als Kind ihren Weg als Erstgeborene gewählt, fernab der Heimat im barbarischen Grauland. Alles in ihr sträubt sich gegen ihr Schicksal. Doch bleibt ihr nichts anderes übrig, wenn sie dem Leben ihrer Schwester nicht länger im Weg stehen will.

Die Geschichte an sich gefiel mir zu diesem Zeitpunkt schon sehr gut, jedoch hätte ich auf den – für meinen Begriff vielen – Schmalz und Herzschmerz verzichten können. Als Liljann nun endlich mit Volok ins Grauland aufbricht und Tajann in die Burg der Lady darf, beginnt die Geschichte an Tiefe zu gewinnen. Der Verrat der Schwester sitzt tief und allgemein erzählt das Buch von sehr viel Verrat. Man weiß nie, wem man wirklich vertrauen kann und darf.

Liljanns Geschichte ging mir persönlich näher als die ihrer Schwester, da sie lange Zeit allein mit ihren Geheimnissen ist. Doch auch Tajann konnte mich irgendwann für sich und ihre Sache einnehmen und so flogen die Seiten nur noch so dahin. Es ist eine wundervolle Mischung aus fantastischen und märchenhaften Elementen, verflochten in einer magischen Geschichte. Auch das Ende konnte mich überzeugen, denn auch wenn es die ganze Zeit so scheint: Es endet anders, als angenommen. Und das fand ich gut, denn das wog den Jugendschmalz der ersten Seiten wieder auf. Ein wenig schade ist natürlich, dass man nicht alle Fäden bis zum Ende hin verfolgen konnte, denn dank der Perspektiven der Schwestern blieben die Ereignisse außerhalb ihres Wirkens etwas blass und unscheinbar.

Fazit

Eine märchenhafte Reise in ein fernes Land, das irgendwo hinter unserem liegt. Eine Geschichte voller Verrat, Liebe und mit einer Prise Magie. Eine Geschichte, bei der es sich lohnt, am Ball zu bleiben.

Bewertung im Detail

Idee ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Handlung ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Charaktere ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Sprache ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Emotionen ★★★★☆ ( 4 / 5 )

= 4 ★★★★

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11 Kommentare zu „[Rezension] Nina Blazon – Der Winter der schwarzen Rosen

  1. Ich bin seit Fayra echt Fan von Nina Blazon und das Buch hier steht auch auf meiner Wunschliste. Ich bin ja normal nicht so für so ganz schmalzige Geschichten aber ich werde dieser hier auf jeden Fall demnächst eine Chance geben. Danke für deinen schönen Bericht!

    Gefällt 1 Person

      1. Naja, im Grunde darf die jüngere und populärere Schwester Bianca erst ausgehen, wenn ihre ältere Schwester Kat ein Date hat. Ich glaube, das mit dem Plot Kat einen Freund zu verschaffen, ist allerdings nicht die Idee von Bianca selbst.
        Es basiert auf Shakespeares „Taming of the shrew“. 🙂

        Gefällt 1 Person

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