Klassiker · Rezensionen

[Rezension] Rudyard Kipling – Das Dschungelbuch

Betörend schöne Ausgabe eines Klassikers

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Werbung | Erscheinungsdatum Erstausgabe: 14.06.2017  Verlag: Coppenrath

Fester Einband 250 Seiten Genre: Klassiker / Geschichtensammlung

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„Kleiner Bruder, wie oft habe ich dir schon gesagt, dass Shir Khan dein Feind ist?“

„Mindestens einmal für jede Nuss, die dort drüben an der Palme hängt“, erwiderte Mowgli, der ja nicht zählen konnte. „Lass mich in Frieden, Bagheera! Ich will schlafen und Shir Khan ist nichts weiter als ein langschwänziges Großmaul – so wie Mao, der Pfau.“

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Inhalt

Mowgli, der kleine Junge, der von Wölfen großgezogen wird und den Dschungel sein Zuhause nennt, den kennt wohl jeder Leser. Doch vereint das Dschungelbuch nicht nur die Geschichte des Wolfsjungen in sich. Vier weitere Kurzgeschichten finden sich in diesem Buch, die es zu entdecken gilt.

Rezension

Probier’s mal mit Gemütlichkeit …! So oder so ähnlich schallt es wohl auch heute noch aus dem heimischem Wohnzimmer, wenn die Rede auf Rudyard Kiplings Dschungelbuch fällt. Denn die Abenteuer von Mowgli, Baloo dem Bären und Bagheera dem Panther sind vielen ein Begriff. Natürlich hat Disney in seine Trickkiste gegriffen und die Geschichte seinen Wünschen angepasst, aber die Grundzüge bleiben gleich. Doch wusstet ihr, dass es sich hierbei um drei Einzelgeschichten handelt? Nein? Dann solltet ihr einen Blick in diese wunderschöne Ausgabe aus dem Coppenrath Verlag werfen. Wieder einmal sind die Illustrationen aus dem Hause MinaLima ein wahrer Genuss für das Auge, es finden sich Dinge zum ausklappen, zum drehen, zum wenden, zum falten und bewegen.

Außerdem findet man vier weitere Kurzgeschichten in diesem Buch, die schon fast einen märchenhaften Charakter aufweisen. Da gibt es die weiße Robbe Kotick und ihre Suche nach einem geschützten Platz für ihre Familie, da gibt es den Mungo Ricki-Ticki, der sich einen fiesen Kampf mit zwei Königskobras liefert, oder ein Gespräch zwischen Tieren, die ihren Herren in den Krieg folgten.

Immer wieder stößt man auf Kritik an den Machenschaften der Menschen, die Kipling in seine Geschichten legt. So gewinnt man den Eindruck, dass der Autor mit seinen Erzählungen den Blick des jungen Lesers auf schockierend ehrliche Weise auf die Missstände der Welt hinweisen möchte. Nie tut er das mit erhobenen Zeigefinger, doch beschönt er auch nichts.

Die Geschichten um Mowgli gefielen mir am besten und ich kann verstehen, dass der kleine Frosch – was Mowgli übersetzt heißt – stellvertretend für das Dschungelbuch steht.

Fazit

Wieder einmal eine besondere Ausgabe für bibliophile Leser, die den Charme des Klassikers unterstreicht und in neuem Glanz erstrahlen lässt.

Bewertung im Detail

Idee ★★★★★ ( 5 / 5 )

Handlung ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Charaktere ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Sprache ★★★★★ ( 5 / 5 )

Emotionen ★★★☆☆ ( 3 / 5 )

= 4.2 ★★★★

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10 Kommentare zu „[Rezension] Rudyard Kipling – Das Dschungelbuch

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